So....!
Ein neues Jahr hat begonnen und damit kommen auch wieder die "guten Vorsätze" auf ;-)
Meine Vorsätze sind eigentlich immer wieder die gleichen, aber nicht nur am 1.1. eines neuen Jahres.
Ich versuche mich gut und gesund, möglichst vielseitig und saisonal zu ernähren. Meine Yoga - Klassen sind mir sehr wichtig und ich gebe mir grosse Mühe, auf jeden einzugehen, Alternativen für jedes Problemchen zu finden und immer ein offenes Ohr zu haben. Bin immer am Planen von neuen Inhalten oder workshops, die für meine Yogis interessant sein könnten ...
Meine Yogastunden mit meinen Yogis zwingen mich automatisch zum Praktizieren, da ich jede Klasse komplett mitmache.
Jedoch merke ich oft, dass ich damit auch manchmal an meine eigenen Grenzen stosse, da ich Körpereile überbeanspruche, die ich besser schonen sollte!
Jeder Mensch hat eine Vorgeschichte und so auch ich....mit 62 Jahren ist das völlig normal und als Yogalehrerin vielleicht noch mehr!
Manche denken, als praktizierende Lehrerin sollte ich doch fit und gelenkig sein ohne Probleme oder Einschränkungen!
Warum eigentlich?
Gerade weil ich viel übe und mich vor allem um meine Schülerinnen kümmere, vernachlässige ich mich und meinen Körper manchmal und vergesse einfach, dass auch ich Pausen brauche und auf meine Grenzen schauen darf!
Zum Jahresende hin geniesse auch ich das Backen von Weihnachtsplätzchen und natürlich auch den Verzehr....;-)
Es gibt Einladungen, wo manchmal zu viel und auch nicht unbedingt gesund geschlemmt wird, aber das macht nichts...
Das Wichtige ist, immer wieder zur eigenen Routine zurückzukehren ohne sich selbst zu verurteilen, wenn das mal eine Weile nicht konsequent geklappt hat.
Ich habe gelernt, dass es nicht förderlich ist, sich selbst ständig unter Druck zu setzen, sich selbst zu streng zu beurteilen und ärgerlich über das eigene "Versagen" zu reagieren!
Viel wichtiger ist es, sich darüber bewusst zu sein, dass etwas gerade nicht so läuft, wie man es sich vorgenomen hatte und dann wieder in diese eigene Routine zu kommen!
AHIMSA - Gewaltfreiheitheit bezieht sich auf den Umgang mit dem eigenen Körper, mit dem Geist (Gedanken), aber auch auf den Umgang mit anderen Lebewesen.
Im Yoga die wichtigste Regel, wenn es überhaupt eine gibt!
Ich zähle mich auch zu den Menschen, die mit sich selbst vor allem sehr ungeduldig und perfektionistisch umgehen, was ich nicht als positiv empfinde, mir aber darüber bewusst bin und eigentlich schon mein ganzen Leben daran arbeite und versuche einen liebevolleren Umgang mit mir selbst zu finden!
Genau das rate ich meine lieben Yogis jede Woche in irgendeiner Form, aber wie sieht es bei mir aus?
Ich habe die Rauhnächte zelebriert und der letzte Wunsch - den ich mir selbst erfüllen soll - war, dieses Jahr in den Schnee zu gehen;-)
Klingt lapidar, aber für mich ist erstmal der Wunsch nachvollziehbar, da ich immer gerne skigefahren bin (in der Schweiz gelebt!) und es für mich fast nichts Schöneres gibt als Schnee, Sonne und blauer Himmel....;-))))
Seit geraumer Zeit hänge ich meinem Mann in den Ohren, dass wir mehr reisen sollten, die gemeinsame Zeit geniessen solange es noch geht - um uns herum ist alles in Aufruhr und im Umschwung!
Ausserdem haben wir im letzten Jahr leider Abschied von Freunden nehmen müssen, die teilweise sogar jünger waren als wir ;-)
Auf der anderen Seite denke ich...
- es geht nicht ohne mich!
- ich kann meine Yogastunden nicht dauernd ausfallen lassen!
- ich kann meinen Hund nicht allein lassen!
- ich verdiene dann kein Geld!
- bleiben mir meine Yogis treu?
- usw...
Das stimmt so aber nicht - denn, wenn es mir nicht gut geht oder ich ständig meinen unerfüllten Wünschen hinterherhechle, ist niemandem geholfen.
Ich werde unzufrieden mit mir selbst, weil ich mein Leben nicht in die Hand nehme und geniesse. Nicht konsequent bin in dem was ich sage und tue.
Das schlägt auf mein Gemüt und ich merke, wie auch mein Körper reagiert mit Schlafstörungen, Nackenverspannungen und Gelenkbeschwerden.
Also, wo ist eigentlich das Problem?
Es ist in mir, da ich gelernt habe, zu funktionieren, für alle anderen dazusein, zu geben...
Die Welt bricht nicht zusammen, wenn ich mir eine Auszeit gönne um aufzutanken, zu geniessen, mein Leben zu leben!
Im Gegenteil - ich habe danach wieder mehr freie Energie, bin glücklich, geniesse die gemeinsame Zeit mit meinem Mann (ohne Hund, der sich sicher auch freut) und kann wieder mit neuen Ideen auf meine Mitmenschen zugehen (meine Yogis werden nicht davonrennen, sondern davon profitieren).
Mein Lernprozess ist der, dass ich vertraue! In den Lauf der Dinge, in andere und in MICH!
Und deshalb habe ich beschlossen, dieses Jahr mehr zu reisen - mit unserem kleinen Camper. Mal mit, mal ohne unseren Hund - ohne schlechtes Gewissen und mit viel FREUDE ;-)
Wie ist das bei Dir? Ich wünsche dir auch eine Erkenntnis für DEIN Leben.
Ich freue mich auf meine wöchentlichen ProAge-, Yin-, und Hatha - Yoga Klassen sowie meinen nächsten ProAge Yoga - workshop im Herbst oder vielleicht auch früher - du wirst es erfahren!
Ich möchte noch gerne eine Zusammenfassung der Achtsamkeitsakademie von Peter Beer über meinen Charakter anhängen, die sehr zutreffend ist und mich bestärkt hat in meinen Plänen für 2026 und überhaupt...
Zusammenfassung:
Dein persönlicher Weg in die Kraft 🌬️🌱
Andrea, du bist eine wundervolle Kombination aus feiner Wahrnehmung, intuitiver Klarheitund inspirierender Führungskraft. Deine innere Naturkraft – die Kraft des Windes – macht dich zu einer stillen, aber kraftvollen Gestalterin, die Wandel bringt, ohne laut zu sein. Du erkennst Muster, gibst Orientierung und bist eine wertvolle Begleiterin für die Menschen um dich.
Deine Stärken liegen in deiner Fähigkeit, dich auf verschiedene Menschen und Situationen einzustellen, in deiner Empathie und in deinem Instinkt, der dich sicher durch Herausforderungen führt. Gleichzeitig darfst du lernen, dich selbst nicht aus den Augen zu verlieren, Grenzen zu setzen und deine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Deine größte Entwicklungschance liegt darin, deine Sensibilität als Geschenk zu sehen und sie liebevoll zu schützen.
In Beziehungen bist du eine loyale, inspirierende und tiefgründige Partnerin, Freundin und Kollegin. Du brauchst Freiheit und Tiefe, Rückzug und Verbundenheit – und genau diese Balance macht dich so besonders. Deine Art zu kommunizieren, Konflikte zu lösen und Liebe zu geben, ist geprägt von Achtsamkeit, Respekt und dem Wunsch nach Echtheit.
Impulse und Rituale, die dich stärken, helfen dir, immer wieder in deine Kraft zu finden und dich nicht von äußeren Erwartungen oder Stimmungen vereinnahmen zu lassen. Indem du dich selbst achtsam begleitest, wirst du zum Vorbild für andere und ermutigst sie, ebenfalls ihren eigenen Weg zu gehen.
„Wie der Wind, der leise kommt und doch alles bewegt, bist du eine Kraft, die Wandel bringt, Klarheit schenkt und andere dazu inspiriert, ihre eigene Wahrheit zu leben.“
Herzliche Grüße, Dein Team der Achtsamkeitsakademie
Vielen Dank und Namasté lieber Peter Beer ;-)